Blog
Viele IT-Organisationen investieren in agile Methoden und haben hochmotivierte Teams
und trotzdem kommt das große Ganze nicht ins Fließen. Die Ursache liegt selten innerhalb eines Teams, sondern
fast immer zwischen den Teams.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen drei
konkrete Ansätze, die Sie direkt selbst ausprobieren können – ganz ohne große Umstrukturierung oder
externe Hilfe. Alle drei Tipps stammen aus unserer langjährigen Praxis mit Unternehmen und Organisationen.
In fast jeder Organisation blockieren sich Teams gegenseitig, ohne es zu wissen.Ein fehlendes Review, eine
API, die noch nicht fertig ist, ein Team, das auf Freigaben wartet – all das sind systemische
Engpässe, die Ihre Lieferfähigkeit massiv ausbremsen.
Unser
Tipp:
Erstellen Sie eine visuelle Abhängigkeits-Map.
Nutzen Sie
dafür z. B. ein digitales Whiteboard (wie Miro, Mural) oder ein physisches Taskboard.
Zeichnen Sie Ihre Teams als Knotenpunkte.
Verbinden Sie diese mit Linien, wo relevante Abhängigkeiten bestehen.
Markieren Sie kritische Punkte (z. B. mit Farben, Icons).
Sie sehen auf einen Blick, welche Aufgaben andere Teams ausbremsen, und können gezielt dort ansetzen, statt blind Aufgaben abzuarbeiten.
Agile Teams arbeiten oft in parallelen Zyklen – aber ohne übergreifende Abstimmung. Das führt zu Leerlauf,
Missverständnissen und unnötiger Doppelarbeit.
Unser
Tipp:
Führen Sie ein kurzes, regelmäßiges Scrum-of-Scrums-Meeting
ein
– z. B. einmal pro Woche mit jeweils einem Vertreter pro Team. Das Meeting dauert idealerweise nicht länger
als 15 Minuten und konzentriert sich auf drei Fragen:
Was hat mein Team erreicht?
Was plant mein Team als Nächstes?
Wo gibt es Abhängigkeiten oder Blockaden?
Das bringt Ihnen mehr Transparenz, mehr Voraussicht und eine teamübergreifende Kultur der Verantwortung.
Retrospektiven sind ein mächtiges Werkzeug, werden aber häufig zu rückblickenden Wohlfühlrunden. Wenn Sie
echten Flow schaffen wollen, müssen Sie systematisch schauen: Was behindert unsere Zusammenarbeit und
warum?
Unser Tipp:
Integrieren Sie in jede
Team-Retro (oder besser noch: in Multi-Team-Retros) folgende Reflexionsfragen:
Wo haben wir Abhängigkeiten erlebt?
Was hat uns im Zusammenspiel mit anderen Teams blockiert?
Was hätten wir gebraucht, um schneller/einfacher weiterzukommen?
Sie machen damit systemische Muster sichtbar und schaffen eine Basis für echte, langfristige Verbesserung.
Diese drei Tipps sind keine Wunderwaffen. Aber sie sind erprobt, einfach umsetzbar und ein erster Schritt in
Richtung echter teamübergreifender Zusammenarbeit.
Wenn Sie systemische Engpässe ernsthaft angehen
möchten, können Sie:
In unserem kostenfreien Webinar
erfahren.
Oder direkt ein kostenfreies Analysegespräch buchen – um Ihre individuelle
Situation gemeinsam unter die Lupe zu nehmen.